Dienstag, 18. September 2018

ikw 2018 - Programm


Interkulturelle Woche 2018
Das Programm für Baden-Baden


Einige der "Macher" der interkulturellen Woche zusammen mit Bürgermeister Roland Kaiser (vor dem Plakat) nach der Pressekonferenz, auf der das Programm vorgestellt wurde.


Am Samstag startet die interkulturelle Woche 2018 in Baden-Baden, die 15 ihrer Art übrigens. 23 Veranstaltungen an zwölf Tagen sollen das gute Zusammenleben der Kulturen in Baden-Baden demonstrieren und manifestieren. Immerhin leben 120 Nationen in unserer Stadt, zehnatausend Mitbürger besitzen keinen deutschen Pass. 

Es ist sehr schwer, Höhepunkte der interkulturellen Woche (ikw) zu benennen, deshalb hier an erster Stelle der Hinweis auf die zwei Veranstaltungen, die vermutlich die meisten Gäste anziehen werden, und schon hier sieht man, wie umfassend das Programm in diesem Jahr ist, denn es reicht von der bereits geglückten Integration von Flüchtlingen bis hin zum Werben um Verständnis für andere Religionsgemeinschaften:


Sommerfest am Waldseeplatz

So wird sicherlich am Sonntag, 23. September ab 15 Uhr das große Sommerfest am Waldseeplatz ein Publikumsmagnet sein: Einheimische und Geflohene stellen sich hierzu an die Kochtöpfe und kochen uns ihre Spezialitäten aus der Heimat. Besser und intensiver lässt sich Integration nicht erleben! Hier ein paar Impressionen vom Fest im vergangenen Jahr.=> KLICK


Ein Hinweis: 2017 haben die ehrenamtlichen Veranstalter für ihre Gastfreundschaft viel Geld aus eigener Tasche draufgelegt. Das sollte so nicht sein! Bitte zahlen Sie, was Ihnen das vielfältige, wunderbare Essen wert ist, auch wenn es keine festgelegten Preise gibt. Es werden Spendenboxen herumgehen! Falls Sie keine sehen, wenden Sie sich bitte an die Veranstalter!


Laubhüttenfest und jüdischer Info-Abend

Was ist koscher? Wie schaffen Sie es, Jugendliche am Sabbat jeden Samstag von ihre Smartphones fernzuhalten? Was ist verboten, was erlaubt? Was muss ich beachten, wenn ich jüdische Freunde zu mir nach Hause einladen und bewirten will? …
Mit anderen Worten: Was Sie schon immer über das Judentum wissen wollten, aber nie zu fragen wagten (oder keine Gelegenheit dazu hatten): Endlich wird es Antworten geben!


Foto: Pixabay


Denn am Mittwoch, 26. September, öffnet sich die israelitische Kultusgemeinde Baden-Baden für die Öffentlichkeit und steht für alle Informationen offen.
Um 17 Uhr wird in den Kurhauskolonnaden eine Laubhüte aufgestellt, denn die Gemeinde feiert in jener Woche ihr „Laubhüttenfest“, eine Art Erntedank. Es wird zu einem geringen Selbstkostenpreis koscheres Essen und Trinken zum Probieren geben, dazu Musik und Tanzdarbietungen.
Um 19.30 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) geht es dann im Gemeindezentrum mit dem spannenden und umfangreichen Info-Abend weiter (Obergeschoss der Deutschen Bank, Nebeneingang neben der Garage - nicht barrierefrei, keine Reservierungen möglich, Eintritt frei).
Die Philharmonie unterstützt den Abend mit dem "Trio Brahms Plus". 


Das gesamte Programm ikw 2018 im Überblick


Samstag, 22. 9. 2018
9.30 bis 11.30 Uhr, Bonhoeffersaal, Bertholdstr. 6:
Faires Frühstück Baden-Baden
Beim sechsten „Fairen Frühstück“ des Vereins „Gemeinsam fair handeln e.V.“ gibt es ein reichhaltiges Frühstücksbüffet. Im Mittelpunkt steht diesmal das Motto „Ohne Bienen keine Ernte“ mit Kurzreferat der Imkerin Uli Braun aus Bühl.
Eintritt frei.


Sonntag, 23. September 2018
10 Uhr, Evangelische Stadtkirche am Augustaplatz:
Interkultureller Gottesdienst „Das christliche Morgenland“. Barbara und Fouad Ibrahim werden über die Kopten am Nil berichten.


Sonntag, 23. September 2018
15 bis 20 Uhr, Waldseeplatz:
Sommerfest, Informationen siehe oben!


Sonntag, 23. September 2018
18 Uhr, Evangelische Lutherkirche Lichtental:
Es iz geven a zumertog“ - „Es war an einem Sommertag“. Die Geschichte des Wilnaer Ghettos im Spiegel seiner Lieder, Konzert unter Sternen mit Roswitha Dasch und Ulrich Raue. Im Rahmen der Aktion „Baden-Baden liest ein Buch“ wird hier auch der Bogen zum Schicksal Baden-Badener Juden im Dritten Reich geschlagen. Näheres hier => KLICK


Montag, 24. September 2018:
16 Uhr, Rathaus Baden-Baden:
Kommunalpolitik hautnah – Demokratie vor Ort. Oberbürgermeisterin Margret Mergen empfängt Migranten aus einem fortgeschrittenen Integrationskurs, mit anschließendem Besuch der Gemeinderatssitzung.
Auch andere interessierte Flüchtlinge und deren Begleiter können hieran teilnehmen. Hierfür ist eine Anmeldung erforderlich bei der Integrationsbeauftragten Hanna Panther.


Montag, 24. September 2018
16 bis 17.30 Uhr, Jugendtreff Brücke 99, Schwarzwaldstr.101:
Malworkshop „Wir malen uns die Welt, wie sie uns gefällt“. Für alle Kinder zwischen 6 bis 11 Jahren. Zum Abschluss gibt es eine Kleinigkeit zu essen.


Dienstag, 25. September 2018
13.30 Uhr, Handwerkskammer, Rheinstr. 146:
Speed-Dating für junge Flüchtlinge und Handwerksbetriebe. Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch, auch zum Thema Praktikum und Ausbildung. Das Handwerk sucht noch Auszubildende! Eine große Chance!


Dienstag, 25. September 2018
19 Uhr, Friedenskirche, Schwarzwaldstr. 131:
Zusammenleben mit Muslimen“ - ein Beitrag zum interreligiösen Dialog. Pfarrer Martin Klein, Beauftragter für Flucht und Migration im Kirchenbezirk Karlsruhe-Land, informiert über die Grundpfeiler des Islam, wie das Gebet, das Almosengeben, die Wallfahrt etc. Eine Vertreterin des Rastatter Vereins „Die Brücke“ erzählt aus der Sicht einer Muslima, wie ihr Glaube aktuell gelebt wird. Mit Gelegenheit für Fragen und mitgebrachten Spezialitäten aus Baden und dem Orient.


Mittwoch, 26. September 2018
16.30 bis 20 Uhr, Stadtteilzentrum Briegelacker:
Bunter After-Work-Treff mit internationalen Spezialitäten und besonderem Rahmenprogramm, um miteinander interkulturell ins Gespräch zu kommen.


Mittwoch, 26. September 2018
17 Uhr bis 19 Uhr: Laubhüttenfest in den Kolonnaden
ab 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr): Informationsabend im Jüdischen Gemeindezentrum. Weitere Details siehe oben.


Donnerstag, 27. September 2018
9.00 bis 16.30 Uhr, Volkshochschule, Raum 9:
Seminar „Interkulturelle Kompetenzen“ Der arabische Kulturraum.
Grundlagen der interkulturellen Kommunikation und praktisches Wissen zum Umgang mit Menschen aus islamischen Ländern. Die Referentin Hedy Wasella stammt aus Ägypten, studierte in Heidelberg und lebt seit 26 Jahren in Deutschland.Der Kurs ist fast ausgebucht!
Kosten 75 Euro, für ehrenamtliche Sprachbegleiter frei.
Anmeldung bei Frau Burck


Donnerstag, 27. September 2018
16 bis 20 Uhr, evangelische Stadtkirche, Augustaplatz:
Gottesdienst und Spiel zum Erleben des Themas Asyl in Deutschland – auch für Jugendliche! Sie schlüpfen selbst in die Rolle eines Asylsuchenden in Deutschland.
Anmeldung erforderlich!
oder Tel: 07222-35021


Donnerstag, 27. September 2018
18 Uhr, Moviac-Kino, Sophienstr. 22
La Melodie“ - Der Klang von Paris. Der französische Film erzählt von einem strengen Geigenlehrer, der an einer Pariser Problemschule mit 13jährigen Schüler/innen die „Sheherazade“ vom Rimskij-Korsakow einstudieren soll. Der Film orientiert sich an einem realen Projekt; alle Kinder, die mitspielen, sind Laiendarsteller, die beim Casting vor Ort gefunden wurden.
Eintritt 9,50 Euro (Jugendliche unter 15 Jahren 7.50 Euro)


Donnerstag, 27. September 2018
19 bis 20 Uhr, Stadtteilzentrum Briegelacker:
offene Tango-Stunde mit Tango Carino und dem Tanzlehrer Daniel Rodriguez aus Buenos Aires, der bereits zum 3. Mal dabei ist.


Freitag, 28. September 2018
10.30 bis 12 Uhr, Theodor-Heuss-Schule, Gymnastikhalle:
Unsere Schule hat viele Gesichter“. Schüler/innen stellen in einer Gemeinschaftsveranstaltung den kulturellen Reichtum ihres jeweiligen Herkunftslandes vor.


Freitag, 28. September 2018
ab 18.30 Uhr, Jugendräume unter dem Bonhoeffersaal:
Café international. Der dritte Geburtstag ist auch gleichzeitig der Abschiedstag dieses beliebten Treffpunkt für Flüchtlinge und Einheimische. => KLICK


Samstag, 29. September 2018
8.30 bis 17 Uhr, Stadtteilzentrum Briegelacker, Saal, 1. OG:
Vorsicht kulturelle Falle – achtsam begleiten und unterstützen
Seminar mit Dr. Jörg Sieger, in Deutsch und Englisch. Es geht um eine erste Sensibilisierung für kulturelle Fragen. Für Ehrenamtliche, Flüchtlinge, Migranten und Hauptamtliche. Mehr dazu hier => KLICK


Samstag, 29. September 2018
18 Uhr, yogaloft lumbini, Lange Str. 124
Ebony & Ivory … live in perfect harmony“ kulturelle Kontaktaufnahmen in Bild, Farbe und Klang mit Vertonungen von „eve on earth“, Videoclips, Gesang und interaktivem Konzert.


Samstag, 29. September 2018
10 bis 16 Uhr, Tag der offenen Tür im Rathaus
dabei um 12.30 Uhr eine langsamere Extra-Führung für Migranten.


Montag, 1. Oktober 2018
17 Uhr, Festspielhaus: Führung für alle Neuzugewanderten.
Anmeldung bis Donnerstag, 27. 9., erforderlich:
Tel. 07221-9314696


Dienstag, 2. Oktober 2018
10 bis 14 Uhr, in Via Puella, Luisenstraße 14:
Interkultureller Austausch: 15 Nationalitäten an einem Tisch. Mit kulinarischen Köstlichkeiten und Kunstwerken, die während eines Projekts in Zusammenarbeit mit dem Museum Frieder Burda entstanden sind.


Dienstag, 2. Oktober 2018
15 bis 17 Uhr, Katholisches Gemeindehaus St. Katharina, Pfarrstr. 1, Sandweier:
Faire Vielfalt verbindet“. Der offene Treffpunkt Café fair bietet Kaffee und Kuchen und ein ganzes Menü aus fair gehandelten Lebensmitteln aus aller Welt zum Probieren an.


Mittwoch, 3. Oktober 2018
ab 11 Uhr: Moschee in Steinbach, Vimbucher Str. 19 (Industriegebiet):
Tag der offenen Moschee. Fragen Sie nach Religion, Gepflogenheiten, Alltag, Sicht der Dinge – mit selbstgemachten türkischen Spezialitäten und Mocca in entspannter, fröhlicher Atmosphäre. 

Viel Spaß! 

Weitere Informationen auf der öffentlichen Facebookseite (keine Registrierung notwendig) => KLICK
und auf der Webseite => KLICK
Das Programm zum downloaden => KLICK



 

Montag, 3. September 2018

Achtsam Begleiten


Achtsam begleiten und unterstützen:
Seminar für Migranten und ihre Helfer

Im Rahmen der erfolgreichen und beliebten Fortbildungsreihe „Vorsicht kulturelle Falle“ findet am Samstag, 29. September 2018, von 8.30 bis 17 Uhr unter dem Dach des Caritasverbands Baden-Baden wieder eine Fortbildung für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer, gemeinsam mit Migranten selbst und ebenso für Hauptamtliche statt. Thema wird diesmal „Achtsam begleiten und unterstützen“ sein.

Als Referent steht erneut Herr Dr. Jörg Sieger, Projektreferent im Projekt „Nah an Menschen von weit weg“ der Erzdiözese Freiburg und interkultureller Trainer zur Verfügung. 
 
Die Details:

Wann und wo?
29. September 2018, Stadtteilzentrum Briegelacker (Saal 1. OG).

Um was geht es?
Die großen Zahlen von Flüchtlingen und Asylbewerbern haben eine Welle von Solidarität und Hilfsbereitschaft ausgelöst. Es gibt vielfältiges Engagement. Kulturelle Unterschiede bilden Hürden und sind Anlässe von Frustrationen.
Worauf gilt es zu achten? ​ Woran kann ich mich orientieren? ​ Wie begegne ich Missverständnissen und Konflikten?

Was dürfen Sie erwarten?
Hier geht es um eine erste Sensibilisierung für kulturelle Fragen. Es wird zu ergründen versucht, auf welch unterschiedliche Verhaltensweisen ich treffen und wie ich darauf reagieren kann. Darüber hinaus soll ein Basiswissen im Blick auf interkulturelle Fragestellungen vermittelt und Hilfestellungen für eine eigene selbständige Beschäftigung mit der Thematik gegeben werden. Und wahrscheinlich wird die eigene kulturelle Prägung am Ende auch ein gutes Stück deutlicher und bewusster geworden sein.

Was Sie nicht erwarten dürfen:
Leider gibt es keine Rezepte dafür, wie man alle Schwierigkeiten umschifft. Es gibt auch keine Antworten auf alle Fragen. Und klare Handlungsempfehlungen für bestimmte Länder und Kulturen dürfen Sie ebenfalls nicht erwarten. Auch gibt es keine allgemeingültigen Regeln, denn jeder Mensch ist einzigartig und jede, der ich begegne, will als ganz eigene Persönlichkeit wahr und ernst genommen werden.

Wer ist angesprochen?
Dies ist ein Informations-Seminar für Ehrenamtliche in der Arbeit mit Flüchtlingen und Asylbewerbern, für Flüchtlinge, Asylbewerber und Migranten für Koordinatoren von Helferkreisen, aber durchaus auch für Hauptamtliche.
Das Seminar wird auf deutscher Sprache mit Englischer Übersetzung durchgeführt.

Zum Programm
Samstag, 29. September 2018:
8.30 Uhr ​Stehkaffee und Begrüßung
9.00 Uhr ​Selbst- und Fremdwahrnehmung -
Was ist Kultur? ​Kulturelle Orientierungen
12.30 Mittagssnack
13.30 Uhr Weiterführung und Konkretisierungen
ca. 17 Uhr Ende


Das Seminar wird auf deutscher Sprache mit englischer Übersetzung durchgeführt. Es richtet sich diesmal gemeinsam an Ehrenamtliche in der Arbeit mit Flüchtlingen und Asylbewerbern, an Flüchtlinge, Asylbewerber und Migranten, an Koordinatoren von Helferkreisen, aber durchaus auch an Hauptamtliche.

Da die Teilnehmerzahl auf max. 20 Personen festgelegt ist, melden Sie sich bitte baldmöglichst im Vorfeld an. Bitte geben sie auch an, was Sie besonders interessiert. Der Eingangszeitpunkt der An- und Rückmeldung per Fax oder E-Mail entscheidet über eine mögliche Teilnahme.

Anmeldung bis 24.September 2018 an Adrian Struch vom Caritas-Verband Baden-Baden
Tel. 07221 183525
Mobil: 0152 09427763



Montag, 27. August 2018

Mülltrennung international


Abfallberatung informiert international

Baden-Baden. Die Abfallberatung des städtischen Eigenbetriebes Umwelttechnik informierte in der Flüchtlingsunterkunft in der Aumattstraße über die Sortierung von Abfällen. Viele Bewohner waren gekommen, um von der Abfallberaterin Dagmar Bruder einiges über richtige Mülltrennung zu erfahren.

Dagmar Bruder (im Vordergrund) informiert die Bewohner über die Sortierung von Abfällen. (Foto: Pressestelle)


Die Abfallberaterin schüttete eine große Menge saubere Abfälle auf den Boden und ermunterte die Teilnehmer den Abfall zu sortieren. Sofort waren die Bewohner bereit mitzumachen und versuchten den Müll den bereit gestellten Mülltonnen zuzuordnen. In dem einen oder anderen Fall musste die Abfallberatung die Sortierung korrigieren. „Insgesamt“, so das Resümee von Bruder, „wissen die Bewohner hier sehr gut Bescheid und haben fast alles richtig sortiert.“ Die Flüchtlingsunterkunft ist ein gutes Beispiel für vorbildliche Sortiermoral. In der Aumattstraße stehen neben den Restmüllcontainern auch alle Wertstoffbehälter wie Biotonne, gelber Container oder Altpapiercontainer zur Abfalltrennung zur Verfügung. Vorrausetzung ist, dass der Inhalt der Wertstoffbehälter korrekt sortiert ist.

Zum Abschluss wurde allen Bewohnern eine Sortierhilfe in verschiedenen Sprachen ausgeteilt. Die Inhalte des Flyers sind bewusst überwiegend bildlich dargestellt und der wenige Text wird in Deutsch, Englisch, Französisch und Arabisch wiedergegeben. Für weitere Informationen steht die Abfallberatung unter der Rufnummer 07221 93-28 28 oder -28 26 gerne zur Verfügung.

Donnerstag, 26. Juli 2018

Ende Café International


Das Café international schließt

Was sich in den letzten Wochen wegen immer geringer werdenden Besucherzahlen schon abzeichnete, wurde heute Gewissheit. Das Café international in Baden-Baden meldet soeben in seiner Facebook-Gruppe, dass man auf der heutigen Teamsitzung beschlossen habe, das Café zu beenden. Morgen, Freitag, 27. Juli, schon wird es die letzte reguläre Zusammenkunft geben. 





Aber immerhin während der interkulturellen Woche im September wird man noch ein ganz offiziell voneinander Abschied nehmen. 
 



Es gab Zeiten, da platzte der Raum unterhalb des Bonhoeffersaals aus allen Nähten, 


so dass man sich irgendwann sogar entschloss, ein reines Frauen-Café vorzuschalten, damit man allen Bedürfnissen gerecht werden konnte.



Persönliche Anmerkung:
Schade. Das Café war eine wunderbare Bereicherung in unserer Stadt, ein harter Kern von festen Mitarbeitern war immer mit Begeisterung bei der Sache! Aber vielleicht war dieses Angebot auch eine Institution der ersten Stunde? Die Institution war vor allem sehr gefragt, als viele auf einmal in die Stadt kamen, und glücklicherweise auch noch in der Nähe unterkamen. Auch die Zusatzveranstaltungen mit Vorträgen und Konzerten waren sehr beliebt. Seitdem sind ein paar Jahre vergangen, die Menschen integrieren sich, besuchen Deutschkurse und finden Arbeit, oder wurden verlegt und müssen nun weiter entfernt, zum Beispiel draußen hinter dem Bahndamm wohnen. Eine Busfahrkarte zu opfern, fiel ihnen nicht leicht, und so wurden sie eine Zeitlang noch mit einem kleinen Bus der Diakonie geholt, aber dieser Bus ist nun kaputt. Der einzige Grund für das Ende des Cafés ist dies jedoch nicht. Vielleicht verlagert die einstige Flüchtlingshilfe der ersten Stunde, in der man den neuen Mitbürgern niederschwellige Anlauf- und Gesprächsangebote mit ihren deutschen Nachbarn machen wollte, inzwischen hin zu einer ganz anderen, intensiveren Betreuung. 
Viele neue Projekte werden derzeit überlegt, denn: Das Café schließt zwar, aber wir sind mit der Integrationsarbeit noch lange nicht am Ende! 
Rita Hampp


Donnerstag, 28. Juni 2018

WSP Basketball


Basketball ohne Grenzen am Waldseeplatz


Baden-Baden. Vor kurzem fand an der Flüchtlingsunterkunft Waldseeplatz erstmalig die Veranstaltung „Basketball ohne Grenzen" statt, eine Trainingseinheit für alle Sportbegeisterten und Interessierten. 

 

Trotz bedecktem Himmel warfen auf dem unterkunftseigenen Sportplatz rund 25 Bewohner munter Körbe. Andreas Kunz, Geschäftsführer des United Colors Baden-Baden e.V., hatte die zweistündige Trainingseinheit mit der Unterstützung der Stadtverwaltung und der Sozialarbeiterin vor Ort organisiert und die Teilnehmer spielerisch in die Grundlagen der Sportart eingeführt, bevor die eingeteilten Teams in mehreren Turnieren gegeneinander spielten.

Ziel der Veranstaltung war unter anderem, den Bewohnern den Basketballsport näher zu bringen und Integration durch Sport aktiver zu gestalten. Zum Abschluss erhielten die Teilnehmer Medaillen, Basketbälle und eine Auswahl an Trainingskleidung. Veranstalter und Spieler waren begeistert und begrüßen weitere sportliche Aktivitäten und Events am Waldseeplatz. Einer Wiederholung im kommenden Jahr steht also nichts im Wege. ... Und dafür kann schon mal geübt werden! 



(Fotos: Stadtpressestelle)

Mittwoch, 25. April 2018

Integrationsmanagement


Neues Integrationskonzept in Baden-Baden
Ein Ziel: das eigene syrisches Restaurant

900 Flüchtlinge leben derzeit in Baden-Baden, ihre Zahl ist seit zwei Jahren mehr oder weniger konstant geblieben. Um ihnen die Integration in unsere Gesellschaft und Arbeitswelt zu ermöglichen, helfen ihnen in den Unterkünften die Sozialarbeiterinnen und ehrenamtliche Unterstützer. Viele der Geflüchteten werden auf lange Sicht hierbleiben, und ihre Unterbringung und Integrationsförderung würde zu Belastungen der Städte der Gemeinde führen. Deshalb hat das Land Baden-Württemberg nun Gelder für einen Pakt für Integration in Kommunen bereitgestellt.

PIK“, wie dieser Pakt genannt wird, läuft jetzt auch in Baden-Baden an: Auf die Dauer von zwei Jahren (gerechnet ab 1. Dezember 2017) erhält die Stadt für diesen Zweck pro Jahr 374 000 Euro. Von diesem Geld können nun – zusätzlich zur bereits vorhandenen Struktur - vier zusätzliche Stellen geschaffen werden. Diese neuen Integrationsmanagerinnen, die anerkannte Flüchtlinge auf deren Weg in die deutsche Gesellschaft und Arbeitswelt sehr eng unterstützen sollen, wurden gestern in Rahmen einer Pressekonferenz offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt. 


Die neuen Integrationsmanagerinnen (von links): Rebecca Rastetter, Hannah Fürst, Astrid Bückers und Juliana Ebert.
 

Der zuständige Bürgermeister Roland Kaiser betonte in diesem Zusammenhang, dass die Stadt Baden-Baden – anders als viele andere Städte und Gemeinden – auf dem Gebiet der Integration auch dank des engagierten Ehrenamts zwar schon vor dem Starttag gut aufgestellt war, was vieles erleichtert habe. Nun aber werde es für die anerkannten Flüchtlinge mit großer Bleibeperspektive noch besser, in Deutschland Fuß zu fassen.

Um zu verdeutlichen, was genau ihre Aufgabe ist und was sie tun, hatten die neuen Integrationsmanagerinnen auch gleich zwei Fälle aus der Praxis mitgebracht: einen anerkannten syrischen Flüchtling mit guten Sprachkenntnissen, der erst kürzlich aus Südbaden nach Baden-Baden umgezogen ist. Im Augenblick verdient er sich neben dem laufenden Orientierungskurs sein Geld noch in Minijobs. Sein Fernziel ist, irgendwann in Baden-Baden das erste syrische Lokal zu eröffnen. Ein Plan, der auf Beifall stieß. 
 
Außerdem wurde ein junger Mann aus Kamerun vorgestellt, ebenfalls anerkannt, der sich vor allem darüber freute, endlich in Freiheit leben zu dürfen. Mit dem Deutsch haperte es noch ein wenig, und genau hier greift nun der Job der Integrationsmanagerin ein: Da werde nun geschaut, wie es nach der nicht bestandenen Prüfung weitergehen kann. Anträge auf einen weiteren Kurs müssen beim Bundesamt für Migration (BamF) gestellt werden, es muss Lernunterstützung gesucht werden, und alles mit dem Ziel, auch ihn möglichst bald, nach Erreichen des B1-Niveaus, als Maurer oder Industriemechaniker in Ausbildung zu bringen. Bei all diesen Schritten steht ihm die Integrationsmanagerin ebenfalls zur Seite und hilft beim Schreiben der Bewerbung, beim Finden eines Ausbildungsplatzes und – ein Traum aller Flüchtlinge in Baden-Baden! – irgendwann vielleicht auch bei der Wohnungssuche. „Ich bin bereit, die Vermieter anzurufen und auch hinzufahren“, erklärte Juliana Ebert, eine der neuen Integrationsmanagerinnen.

Gleichwohl ist hier auch stark und weiterhin das Ehrenamt gefragt, das mit individueller Sprachförderung und intensiver Unterstützung an der Seite der Verwaltung ackert. Was alles zu leisten, umriss Silke Heimann vom Netzwerk Asyl. Sie ist Koordinatorin der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer in der Unterkunft in der Westlichen Industriestraße und zählte beispielhaft auf, was die freiwilligen Helfer alles leisten: Lebensläufe schreiben, Bewerbungen schreiben, Begleitung zur Schule und Ausbildungsstätte, Finden von Arbeitsplätzen, intensive Begleitung beim Spracherwerb und bei der Arbeit, vorrangig auch Nachhilfe für die Berufsschüler, bei denen es häufig nicht nur an der Sprache, sondern auch bei den Anforderungen an Mathematik hapert. „Aus der Zeit von Kaffeetrinken und Kuchenbacken sind wir längst hinaus“, sagte sie.

Vier Vollzeitstellen schafft die Stadt Baden-Baden, finanziert durch das Land Baden-Württemberg, im Integrationsmanagement. Die erste, eine Caritaswissenschaftlerin, hat bereits zum 1. Dezember 2017 ihre Arbeit aufgenommen und die erforderlichen Strukturen geschaffen, zwei Angestellte (Soziologin und Dipl. Pädagogin) teilen sich jeweils zu 50 Prozent eine Stelle und sind außerdem als Flüchtlingsbeauftragte und als Bildungskoordinatorin tätig, eine weitere (Sozialpädagogin) wechselte zum 1. März aus der Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in das neue Ressort, und Vollzeitkollegin Nummer vier wird demnächst ihren Dienst aufnehmen. Neben der Einzelfallhilfe steht die Erfassung von personenbezogenen Daten, Information über Integrationsangebote, Erstellung von individuellen Integrationsplänen, Heranführung an zivilgesellschaftliche Strukturen und Vereine sowie natürlich die fallbezogene Koordination und Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Helfern.

Von den rund 900 Flüchtlingen in Baden-Baden ist ungefähr die Hälfte anerkannt und würde theoretisch in den Aufgabenbereich der Integrationsmanagerinnen fallen. Die Hälfte von ihnen ist aber bereits, wie Ludwig Herfs vom Arbeitskreis Asyl feststellte, auf bestem Wege in die Integration und hat einen Job oder Ausbildungsplatz. So ist es möglich, dass laut Auskunft der Fachbereichsleiterin Bildung und Soziales, Iska Dürr, jeweils eine Integrationsmanagerin rund 50 „Fälle“ betreuen könne – wobei hier noch definiert werden muss, wie Familien zu zählen (pro Kopf oder gesamt) sind.

Herausgepickt werden die Fälle nach Absprache mit dem Jobcenter, mit dem man laut Bürgermeister Kaiser vor kurzem eine enge Kooperation eingegangen ist. Die Aufteilung erfolgt in der Regel nach Stadtgebiet.

Betroffen sind nur Flüchtlinge (und hier vor allem Familien) mit hoher Bleibeperspektive, die also bereits anerkannt sind, eine „hohe Arbeitsmarktnähe“ haben und in der Regel aus den Ländern Syrien, Irak, Somalia und Eritrea stammen.

Um den Rest der in Baden-Baden lebenden Asylbewerber und Flüchtlinge kümmern sich auch weiterhin die Sozialarbeiter in den jeweiligen Unterkünften und die freiwilligen Flüchtlingshelfer. Die Ehrenamtlichen wiesen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass gerade dieser Personenkreis einen besonders hohen Unterstützungsbedarf habe. 

„Viele haben gut bezahlte Jobs und zahlen in die Sozialsysteme ein und verlieren diese Arbeit von heute auf morgen, und zwar genau an dem Tag, an dem ihr Asylantrag abgelehnt wird. Sie dürfen dann nicht mehr arbeiten, obwohl sie auch nicht abgeschoben werden können, weil ihre Heimatstaaten sie oft grundsätzlich nicht mehr zurücknehmen“, berichtete Ludwig Herfs vom AK Asyl, der hauptsächlich Verfahrensberatung anbietet. „Das ist verrückt“, betonte er, denn so lägen diese Leute dem Staat auf der Tasche, obwohl sie es nicht wollten und nicht bräuchten. Roland Kaiser sah dies ähnlich. „Das ist Sache der Politik“, sagte er. Er sei gespannt, wie es im Bund in Sachen Integrations- oder Einwanderungsgesetz weitergehe, nachdem bislang die CSU alles verhindert habe, nun aber den hierfür zuständigen Minister stelle.



Mittwoch, 18. April 2018

Zeit für mich


Neue Angebote für Flüchtlingshelfer

Im Rahmen des Projektes „Nah am Menschen von weit weg“ des Caritasverbandes Baden-Baden starten unter der Reihe „Zeit für mich“ wieder zwei Angebote.

Nordic-Walking

Zum einen die Walking-Gruppe unter Leitung der Leitung der zertifizierten Nordic - Walking Trainerin Monique Hübner.
Ziel dieser Gruppe ist es, ehrenamtlichen Helfern ein Angebot zu machen, für sich selbst zu sorgen, was bei dem großen Engagement für die Flüchtlinge oft zu kurz kommt. Durch Bewegung an der frischen Luft kann Stress und Anspannung abgebaut werden, es können in der Gruppe Kontakte zu Gleichgesinnten geknüpft werden und man tut gleichzeitig auch etwas für die Gesundheit.
Die Gruppe trifft sich jeden Mittwoch um 17 Uhr vor dem Theater in Baden-Baden. Die Rückkehr wird an der gleichen Stelle gegen 18:30 Uhr sein.


Entspannen

Außerdem läuft startet ebenfalls unter der Reihe  „Zeit für mich“ ein Entspannungskurs  - auch speziell für ehrenamtlich Engagierte. Dieser Kurs wird von Physiotherapeutin Beate Walter geleitet.
Die Termine finden ab 24. April jeden Dienstag zwischen 11 und 12 Uhr im Stadtteilzentrum Briegelacker, Briegelackerstraße 40, in Baden-Baden statt.


Bitte Anmelden

Beide Angebote sind kostenlos, eine vorherige Anmeldung wäre wünschenswert unter Tel: 072221-1835-21 (Agnes Lemcke) oder