Mittwoch, 2. Dezember 2015

Schussbach - Fahrrad



Nachbarschaftshilfe in der Schussbachstraße

Auch in der Unterkunft in der Schussbachstraße hat es am Wochenende in Sachen Mobilität der Flüchtlinge einen großen Sprung vorwärts gegeben. Die Pressestelle der Stadt teilt mit:

Schoukran“ (arabisch: Danke) sagen syrische Flüchtlinge aus der Schussbachstraße. „Schoukran“ für die Fahrräder, die eine spontane Nachbarschaftshilfe für sie erbracht hat. Für 15 von ihnen geht damit ein großer Wunsch in Erfüllung, den sie immer wieder in Gesprächen mit Ehrenamtlichen äußerten.

Seit Oktober sind die zumeist syrischen Männer dabei, sich mit Interesse und Engagement in ihre neue Heimat einzuleben. Wichtigstes Ziel ist dabei die deutsche Sprache zu lernen, aber auch die deutsche Kultur zu erfahren und sich hier zurecht zu finden. Die Fahrräder helfen ihnen, mobil zu sein und ihren Lebensalltag besser bewältigen zu können – beispielsweise wird der Weg zum wichtigen Sprachkurs dadurch leichter.




Aus der näheren und weiteren Nachbarschaft wurden mit einem spontanen Aufruf Fahrräder zusammen getragen und mit Hilfe von zwei handwerklich versierten Nachbarn und insbesondere dem kompetenten Team von Zweirad Rehm technisch überprüft und in Stand gesetzt. Am Samstag konnten so 15 verkehrssichere mit Schloss und Reflektoren ausgestattete Räder übergeben werden.

Bei der Aktion anfallende Übersetzungsarbeit in die arabische Sprache leistete Zeinab Charour, eine engagierte angehende Erzieherin. Damit die Räder auch möglichst lange fahrtüchtig bleiben, sorgen nun Sozialarbeiterin Jasmin Gerstner und Hausmeister Jan Schnurr für Fahrradständer hinter dem Haus in der Schussbachstraße 24.

Eine Kooperation mit dem Caritas-Verband ermöglicht, dass anfallende Reparaturen von den Flüchtlingen in Eigenarbeit in der Werkstatt der Brücke 99 erledigt werden können. Neben dem Gewinn von Fahrrädern hatte die Aktion noch etwas gebracht: Bereichernde Begegnungen, Gespräche und Sympathien sind entstanden. In diesem Sinne sagen alle an der Aktion Beteiligten: Danke und „Schoukran“! 

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