Dienstag, 15. März 2016

Waldsee - Fußball


König Fußball regiert den Waldseeplatz

Seit letzter Woche gibt es in der neuen Flüchtlingsunterkunft am Waldseeplatz bereits eine Fußballmannschaft und regelmäßiges Training, ja, es gab sogar bereits ein Testspiel gegen die zweite Mannschaft des TC Fathispor. Ab kommenden Mittwoch findet mittwochs und freitags regelmäßig ein Training statt, für das der TC Fatihspor den Jungs den E-Jugendplatz im Aumattstadion zur Verfügung stellt - gerade mal einen 15minütigen Fußmarsch entfernt.


 
Der Betreuer des Projekts, Christoph Huck, freut sich über die gute Zusammenarbeit und ist dem Verein überaus dankbar. Was das Testspiel angeht, zeigt er sich mehr als zufrieden. "Es gab zwar einige Diskussionen, und es war ein hartes Spiel mit vielen harten Zweikämpfen, aber sonst nichts wildes. Die Spieler standen ja unter Beobachtung des Trainers der 1.Mannschaft, und daher wollte sich jeder beweisen", lautet sein Fazit.

Das langfristige Ziel muss nun natürlich sein, die Jungs in die Vereine zu integrieren, aber das braucht Zeit, denn in den Vereinen müssen von Anfang an Regeln eingehalten werden.

Zudem möchte Huck im Training nicht unnötig Druck aufbauen. "Es geht grundsätzlich erst einmal um den Spaß und nicht um Leistung", sagt er. Auch Spieler, die nicht so gut kicken können, sollen eine Chance bekommen. Daher möchte er das Training unabhängig vom Verein gestalten und einzelne Spieler, die sich dann miteinbringen, an die Vereine weiterempfehlen.

So weit, so gut. Im Augenblick hat er allerdings mit dem Problem zu kämpfen, dass er für ein vernünftiges Training erstens langfristig einen anderen, größeren Platz braucht und zweitens, noch wichtiger!, Kickschuhe! Im Moment kicken seine Jungs noch mit ihren vielleicht einzigen und besten Straßenschuhe, die dann schnell dreckig werden oder ruiniert sind.

Wer hier helfen möchte, zum Beispiel gute Fußballschuhe spenden benutze bitte das Kontaktformular am linken Rand. Sie werden weitergeleitet.

Für den Waldseeplatz werden übrigens noch dringend Sprachlehrer gesucht! Im Augenblick stehen nur acht Freiwillige zur Verfügung, es kommen aber wöchentlich 30 neue Flüchtlinge an. Für den Unterricht können Sie sich die Zeit frei einteilen und jederzeit bei erfahrenen Ehrenamtlichen hospitieren.
Auch fehlen noch Ehrenamtliche, die in der Begrüßungsgruppe die Neuankömmlinge willkommen heißen und sie auf ihren ersten Gängen zu den Ämtern begleiten. Hierfür sollten Sie zeitlich flexibel sein, vor allem aber Mittwochvormittags Zeit haben. Kenntnise in Englisch oder Französisch sind hilfreich.
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