Donnerstag, 27. Oktober 2016

Interkulturell


Interkulturell kompetent - aber wie?
Aktualisierung: Wie soeben mitgeteilt wurde, fällt die Veranstaltung aus! 

Dem Netzwerk Asyl und der Ehrenamtskoordinatorin Katharina Thomas ist es gelungen, Mehrnousch Zaeri-Esfahani zu einer interessanten Veranstaltung nach Baden-Baden zu bekommen. Die Referentin hat große Erfahrungen in der Migrationsarbeit und ist eine lebendige Referentin, die ihre Zuhörerschaft fesseln kann. 

Foto: Bilderlaube

Sie ist Dipl. Sozialpädagogin beim Diakonischen Werk. Seit 1999 ist sie in der Flüchtlingssozialarbeit und Koordination der ehrenamtlichen Flüchtlingsbegleitung tätig. Seit 2010 berät und coacht sie Einrichtungen, Initiativen und Kommunen in der Aufnahme und Integration von Migranten. 
Das Netzwerk Asyl und die Ehrenamtskoordinatorin der Stadt Baden-Baden laden alle in der Flüchtlingshilfe Baden-Baden Engagierten ein zu einem 
Vortrag + Denkwerkstatt
Interkulturell kompetent – Aber wie?“

am Samstag, den 26.11.2016 von 10 bis 12.30 Uhr 
in das  Scherer Kinder – und Familienzentrum, Breisgaustr.23 
Die Referentin trägt in einem erzählerischen Stil vor. Wir erfahren viel über unsere eigene mitteleuropäische kulturelle Identität und Sozialisation. So können wir dann die Besonderheiten, die Geflüchtete aus meist kollektivistisch geprägten Gesellschaften mitbringen, oder eigene Irritationen, die dadurch entstehen, besser einordnen…und mit der Referentin darüber ins Gespräch kommen. 
Im Vortrag werden Fragen aufgegriffen, wie:
  • Welches Zeitverständnis herrscht in Mitteleuropa im Vergleich zum Zeitverständnis in den Herkunftsländern der Migranten? Wie wirken sich die unterschiedlichen Zeitverständnisse auf die Herkunftsgesellschaften oder auf die hiesige Zusammenarbeit mit Migranten aus? Und was hat das Zeitverständnis mit der Gesellschaftsstruktur und der Staatsform eines Landes zu tun?
  • Warum werden manche Angebote nicht von den Flüchtlingen angenommen?
  • Welche Vorstellung von Autorität haben Menschen aus kollektivistischen Strukturen und wie kann das deutsche Hilfe- und Bildungssystem die Eltern in das Bildungsgeschehen der Kinder einbeziehen?
  • Wie gehen wir mit der „Schicksalsergebenheit“ dieser Zielgruppe um?
  • Wie wirkt sich die kulturelle Erziehung auf die Wahrnehmung, Logik und Beurteilung von Ereignissen aus?
  • Und wieso erscheint uns das Verhalten der Zielgruppe manchmal als zu fordernd bis rücksichtslos?
  • Und was hat das alles mit den aktuellen Veränderungen in der deutschen Gesellschaft zu tun, mit den Ängsten vor den Fremden oder mit Ängsten vor radikalen Gruppen mit einfachen Lösungen? Welche Argumente gibt es gegen Populismus und Parolen?