Dienstag, 21. März 2017

Denkwerkstatt mit Frau Zaeri


Denkwerkstatt zum besseren Verstehen

 
Das Netzwerk Asyl, der Caritasverband und die Ehrenamtsbeauftragte der Stadt, Katharina Thomas, laden alle in der Flüchtlingshilfe Baden-Baden ehrenamtlich Tätigen zu einem Vortrag am 3. Mai ein.
Als Referentin konnte Mehrnousch Zaeri-Esfahani gewonnen werden. Frau Mehrnousch Zaeri-Esfahani hat große Erfahrungen in der Migrationsarbeit und ist eine lebendige Referentin, die ihre Zuhörerschaft fesseln kann. Seit 1999 ist die Dipl. Sozialpädagogin in der Flüchtlingssozialarbeit und der Koordination der ehrenamtlichen Flüchtlingsbegleitung tätig. Seit 2010 berät und coacht sie Einrichtungen, Initiativen und Kommunen in der Aufnahme und Integration von Migranten.

Vortrag + Denkwerkstatt
Interkulturell kompetent – Aber wie?“

am Mittwoch, den 03. Mai 2017 von 17 bis 19 Uhr 
im Caritas Stadtteilzentrum Briegelacker, Briegelackerstr. 40 

Als Stärkung sind kostenlose belegte Brezeln und Wasser für alle bereitgestellt.

Die Referentin trägt in einem erzählerischen Stil vor. Wir erfahren viel über unsere eigene mitteleuropäische kulturelle Identität und Sozialisation. So können wir dann die Besonderheiten, die Geflüchtete aus meist kollektivistisch geprägten Gesellschaften mitbringen, oder eigene Irritationen, die dadurch entstehen, besser einordnen…und mit der Referentin darüber ins Gespräch kommen. 
Im Vortrag werden Fragen aufgegriffen, wie:
Welches Zeitverständnis herrscht in Mitteleuropa im Vergleich zum Zeitverständnis in den Herkunftsländern der Migranten? Wie wirken sich die unterschiedlichen Zeitverständnisse auf die Herkunftsgesellschaften oder auf die hiesige Zusammenarbeit mit Migranten aus? Und was hat das Zeitverständnis mit der Gesellschaftsstruktur und der Staatsform eines Landes zu tun?
Warum werden manche Angebote nicht von den Flüchtlingen angenommen?
Welche Vorstellung von Autorität haben Menschen aus kollektivistischen Strukturen und wie kann das deutsche Hilfe- und Bildungssystem die Eltern in das Bildungsgeschehen der Kinder einbeziehen?
Wie gehen wir mit der „Schicksalsergebenheit“ dieser Zielgruppe um?
Wie wirkt sich die kulturelle Erziehung auf die Wahrnehmung, Logik und Beurteilung von Ereignissen aus?
Und wieso erscheint uns das Verhalten der Zielgruppe manchmal als zu fordernd bis rücksichtslos?
Und was hat das alles mit den aktuellen Veränderungen in der deutschen Gesellschaft zu tun, mit den Ängsten vor den Fremden oder mit Ängsten vor radikalen Gruppen mit einfachen Lösungen? Welche Argumente gibt es gegen Populismus und Parolen?

Der Eintritt ist frei.
Es gibt nur eine begrenzte Teilnehmerzahl von max. 70 Plätzen. Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt und sind zu richten an: