Mittwoch, 22. März 2017

Versicherung für Ehrenamtliche



Versicherung für Flüchtlingshelfer


Viele Baden-Badener Bürger engagieren sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe. Durch unterschiedliche Projekte, Angebote und Unterstützungsleistungen tragen sie dazu bei, den geflohenen Menschen in ihrer schwierigen Situation zu helfen und
zeigen ihnen dadurch, dass sie bei uns willkommen sind. Die Stadtverwaltung teilt hierzu mit:

Wie sind Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe versichert?

Haftpflichtversicherung

Für ehrenamtliche Akteure, die sich im Auftrag unserer Stadt engagieren, besteht Versicherungsschutz für die gesetzliche Haftpflicht im Rahmen des Kommunalen Haftpflichtversicherungsvertrages der Stadt Baden-Baden.

Die Versicherung beim BGV Karlsruhe deckt Schäden ab, die der Ehrenamtliche in Ausübung seiner Tätigkeit einem Dritten zufügt.

Unfallversicherung

Der Unfallversicherungsschutz besteht für die Ehrenamtlichen (wie für die hauptberuflich städtischen Beschäftigten) über die gesetzliche Unfallversicherung der Unfallkasse Baden-Württemberg (UKBW).

Um einen vollständigen Versicherungsschutz zu gewährleisten, ist es erforderlich, dass die in der Flüchtlingshilfe tätigen Personen auch namentlich bekannt sind. Hierzu ist es erforderlich, dass sich die Ehrenamtlichen registrieren lassen. (Anmerkung: Dies geht ganz unkompliziert, indem Sie sich bei der jeweiligen Koordinatorin der Unterkunft, in der Sie tätig sein möchten, einfach nur mit Namen melden.)

Eingetretene Schäden sind unverzüglich den zuständigen Mitarbeitern des Fachgebiets Bildung und Soziales zu melden.

Führen Sie Ihre Tätigkeit im Auftrag einer anderen Organisation, eines Verbandes oder in Auftrag der Kirche aus, so greift der städtische Versicherungsschutz nicht. In diesem Fall müssen Sie sich bitte an die jeweilige Stelle wenden, um den Versicherungsschutz abzuklären.

Benötigen Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe ein erweitertes Führungszeugnis?

Ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis wie im Bereich der Kinder–und Jugendarbeit ist für die Flüchtlingshilfe nicht vorgeschrieben.

Sofern sich Engagierte im Bereich der Kinder–und Jugendarbeit bewegen, greifen aber auch hier die geltenden rechtlichen Regelungen.

Im Januar 2012 wurde in Deutschland das Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG) in Kraft gesetzt. Ziel des Gesetzes ist es, das Wohl von Kindern und Jugendlichen zu schützen und ihre körperliche, geistige und seelische Entwicklung zu fördern. Das Gesetz sieht vor, dass bei bestimmten Tätigkeiten in der Jugendarbeit keine Mitarbeiter/innen eingesetzt werden, die wegen Sexualstraftaten i.S.d. § 72a des Kinder-und Jugendhilfegesetzes (SGB VIII) verurteilt sind. Aus diesem Grund müssen auch Ehrenamtliche, die diese Tätigkeiten ausüben, der dafür zuständigen Person ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen.

Der/die zuständige städtische Mitarbeiter/in nimmt Einsicht in das erweiterte Führungszeugnis und dokumentiert die Einsichtnahme mit dem Namen des/der ehren-amtlich Tätigen, dem Namen des/der Einsichtnehmenden und dem Ergebnis.
Die Einsichtnehmenden sind an die rechtliche Schweigepflicht gebunden.
Das Führungszeugnis wird nach Einsichtnahme zurückgegeben.
Die erhobenen Daten werden spätestens 3 Monate nach Beendigung der Tätigkeit wieder gelöscht.

Das erweiterte Führungszeugnis ist für Ehrenamtliche kostenlos und kann im Fachgebiet öffentliche Ordnung/Bürgerbüro, Briegelackerstraße 21 bzw. im Rathaus oder in den Ortsverwaltungen beantragt werden. Bei Bedarf wird ein Antrag auf ein gebührenfreies Führungszeugnis zugesendet.

Wir bitten zu beachten, dass das erweiterte Führungszeugnis bei Einsichtnahme nicht älter als 3 Monate sein darf und alle 5 Jahre erneut vorgelegt werden muss.

Zur Registrierung, bei Fragen und Schadensmeldungen wenden Sie sich bitte an:

Katharina Thomas
Bildungskoordinatorin Ehrenamt
Gewerbepark Cite 1
76530 Baden-Baden
Tel:07221/9314696