Samstag, 16. April 2016

Baden hilft


Neue Plattform für Wünsche aller Art

Sie wollen sich ehrenamtlich einbringen und wissen nicht, wo Sie gebraucht werden? Sie sind ein Verein und suchen händeringend einen Kassenwart oder Ehrenamtliche fürs Ferienprogramm? Kleidung für eine Fußballmannschaft? Roller für den Kindergarten?

Ab sofort bringt das neue online-Portal der Ehrenamtsbörse Sucher und Anbieter aus Baden-Baden unkompliziert auf optisch übersichtlich zusammen.


KLICK



heißt das neue Portal, das gestern im Beisein des Vorsitzenden der Bürgerstiftung, Andreas Büchler (rechts), und seines Stellvertreters Justus Kindermann (links) der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.



Ausgelöst durch die große Spendenbereitschaft in der Bevölkerung, die sich in den letzten Monaten auch gerade in der Flüchtlingsfrage in Baden-Baden gezeigt hat, habe man beschlossen, die Ehrenamtsbörse, die seit 2006 bestand, aufzulösen und in ein Spendenportal überzuführen, sagte Andreas Büchler gestern.
Ziel sei es, dass Spenden wirklich die Einrichtungen erreichen, die diese suchen und dass ehrenamtliches Engagement auch wirklich da ankommt, wo es benötigt wird. 




 
Www.baden-hilft.de soll eine Plattform für alle sozialen Einrichtungen in Baden-Baden sein. Darunter fallen Schulen, Kindergärten, gemeinwohlorientierte Vereine und Stiftungen. Sie melden ihren Bedarf zum Beispiel, weil sie Fußbälle, Turnmatten, Schreibpapier oder ehrenamtliche Helfer suchen, ganz unkompliziert auf der Plattform an.

Und Spenden-Willige, die konkret auf der Suche nach aktuellem Bedarf sind, müssen künftig nicht mehr selbst aufwendig herumfragen, sondern finden auf einen Blick, wo was gebraucht wird. Man schreibt dem Sucher eine kurze Nachricht und kann sofort Gutes tun. Egal was sie geben wollen, ob Zeit-, Geld- oder Sachspenden - hier werden sie schnell fündig.




Das Formular ist von den Spendensuchern einfach zu nutzen. Eine aufwendige Registrierung ist nicht vorgesehen. Wichtig ist nur, dass der Verein oder die Organisation gemeinnützig ist und man dies mit einem kurzen Häkchen bestätigt.




Die Einträge werden auf ihre Richtigkeit überprüft und von der Bürgerstiftung binnen 48 Stunden veröffentlicht. Eine weitere Prüfung oder Einflussnahme findet nicht statt. Die Bürgerstiftung übernimmt also Betrieb und Pflege der Plattform, für den Inhalt sind die Organisationen selbst verantwortlich.

Wenn eine Spende erfüllt ist, sollte sie von der Plattform heruntergenommen werden, die Einträge werden regelmäßig auf Aktualität überprüft.

Es ist, wenn der Anbieter zustimmt, außerdem möglich, in dem Beitrag ein kurzes Erfolgserlebnis samt Foto hochzuladen. Eine Funktion, die vermutlich überflüssig ist, wie gestern zu hören war. Aus zehnjähriger Erfahrung im Spendenwesen der Baden-Badener weiß Andreas Büchler, dass die wenigsten mit Namen genannt werden wollen.

Ob und wie die Spendeneingänge laufen, wird die Bürgerstiftung als Plattform übrigens nicht kontrollieren. Alles läuft also direkt über die jeweilige Einrichtung und das Kontaktformular.

Jeder neue Eintrag kommt an die oberste Stelle. Wenn man seinen Eintrag aktualisiert, springt man wieder an die oberste Stelle. Aktueller Eintrag = obere Position.

Es steht jedem Verein frei, so viel einzustellen, wie er mag. Wenn die Bürgerstiftung allerdings einen Missbrauch (übermäßige Anzahl an Einträgen) registriert, dann wird der Verein angeschrieben.

Es wird keine Zensur der Einträge geben, denn „nur bessere/aktuellere Einträge und eine möglichst große Vielfalt der Einträge bringt Leben", hieß es abschließend.


Anmerkung: Für die freien Ehrenamtlichen aus dem Netzwerk Asyl, die keinem Verein/Kirche angegliedert sind, stellt der Arbeitskreis Asyl als gemeinnütziger Verein den Bedarf für die einzelnen Unterkünfte gerne unter seinem Namen auf die Plattform. Nachricht genügt, gerne auch über das Kontaktformular dieses Blogs (auf der linken Seite).